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14.11.2017

Nachhaltiges feiert Rekorde, EM-Bonds drehen ab

(c)


ETPs haben im Oktober weltweit unter dem Strich 58,5 Milliarden US-Dollar frisches Kapital verbucht. Damit sind die Nettozuflüsse seit Anfang 2017 auf 517,1 Milliarden gestiegen und haben den Rekord für das Gesamtjahr 2016 eingestellt. Produkte auf US-Aktien, den breiten globalen Markt und den breiten Schwellenländeraktien-Markt stießen auf besonders starkes Interesse.

Auf ETPs, die den US-Aktienmarkt abbilden, entfielen 30,5 Milliarden US-Dollar. Produkte auf Standardwerte waren wieder stärker gefragt, und Investitionen in Nebenwerte legten zu. Treiber dafür waren starke Quartalsberichte und optimistischere Erwartungen hinsichtlich der US-Steuerreform.

Produkten auf den breiten globalen Aktienmarkt vertrauten Anleger 12,7 Milliarden US-Dollar frisches Kapital an. Denn globale Risikoanlagen haben angesichts des Wahlergebnisses in Japan und der Aussichten auf weitere Unterstützung vonseiten der Europäischen Zentralbank zugelegt.

Die Nachfrage nach ETPs auf breite Schwellenländeraktien-Märkte hielt an. Sie verbuchten im Oktober per Saldo 4,6 Milliarden US-Dollar zusätzlich – vor allem in der Woche, in der der Parteitag in China stattfand.

Patrick Mattar aus dem iShares Kapitalmarkt-Team kommentiert die fünf Kerntrends am europäischen ETP-Markt im Oktober wie folgt:

1. Entwickelte Märkte auf breitem Fundament. ETPs auf breite Aktienmärkte der Industriestaaten, die in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) gelistet sind, kamen im Oktober auf höhere Nettozuflüsse als je zuvor. Das Nettoneugeschäft belief sich auf 2,4 Milliarden US-Dollar. Damit erreichte es erst zum zweiten Mal überhaupt mehr als zwei Milliarden Dollar.

2. Meinungen bei europäischen Aktien gehen auseinander. Investoren aus Europa setzen weiterhin auf heimische Aktien, während der Appetit der US-Anleger auf dieses Marktsegment offenbar nachgelassen hat. So sind in den vergangenen drei Monaten insgesamt 1,3 Milliarden US-Dollar aus ETPs auf europäische Aktien, die in den USA gelistet sind, abgeflossen. Möglicherweise hat die jüngste Dollarstärke US-Anleger dazu bewogen, sich wieder dem Heimatmarkt zuzuwenden, der von Gewinnen in Dollar profitiert.

3. Kein Home-Bias bei Kreditpapieren. Die Mittelflüsse bei Aktien-ETPs zeigen oft einen Hang zu heimischen Märkten. Im Anleihenbereich ist das weniger der Fall. So haben ETPs mit europäischen Listings, die auf Dollar-Kreditpapiere lauten, in diesem Jahr 6,2 Milliarden US-Dollar zusätzlich verzeichnet. Produkte auf Euro-Kreditpapiere brachten es auf 2,9 Milliarden.

4. Trend bei Schwellenländeranleihen dreht. Für ETPs auf Schwellenländeranleihen war der Oktober der erste Monat 2017 mit Abflüssen. Diese gingen mehrheitlich zulasten von Papieren in Lokalwährungen (minus 0,4 Milliarden US-Dollar), deren Neugeschäft seit Jahresanfang bislang um 0,5 Milliarden vor dem entsprechender Hartwährungspapiere gelegen hatte. Somit bleiben sie mit rund 0,2 Milliarden US-Dollar vorn.

5. Nachhaltigkeits-ETPs auf dem Vormarsch. Für ETPs auf nachhaltige Anlagestrategien ist 2017 bereits jetzt ein Rekordjahr. Offenbar setzt sich bei Investoren zunehmend die Meinung durch, dass Indexprodukte Zugang zu solchen Strategien bieten, ohne dass bei der Rendite Kompromisse nötig sind. So hat der MSCI Europe SRI Index seit Anfang 2017 1,25 Prozentpunkte mehr Wertzuwachs erzielt als der MSCI Europe (Quelle: Bloomberg; Stand 31.10.2017



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