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17.05.2017

Die Schnäppchenjagd geht weiter


Jan-Hendrik Hein, Associate Director - Head of German Speaking Regions bei ETF Securities, berichtet hier wöchentlich über die Entwicklungen am Rohstoffmarkt (aus der Sicht von ETF Securities):

Energie. Da die Anleger in der jüngste Preisschwäche von Rohöl eine Kaufgelegenheit sehen, verzeichneten Rohöl-ETPs Zuflüsse in Höhe von 128 Mio. US-Dollar (siehe Grafik), was 7 Prozent des verwalteten Vermögens entspricht. Die US-Rohöl-Lagerbestände gingen in der vergangenen Woche stark um 5,2 Mio. Barrel zurück, was zur Erholung der Ölpreise um 3 Prozent führte. Zwar sinken die Bestände schon seit fünf Wochen, doch fielen die Entnahmen bis letzte Woche aufgrund der steigenden US-Förderung nach saisonalen Standards gering aus. „Auch wenn OPEC-Vertreter andeuteten, dass eine Verlängerung der Förderkürzung über das Jahresende hinaus möglich sei, hob das Ölkartell die Schätzungen für das Nicht-OPEC-Angebot von 400.000 auf 950.000 Barrel pro Tag an. Die OPEC-Strategie wirkt sich daher nur wenig auf den Markt aus“, sagt Jan-Hendrik Hein

Metalle. Bei ETPs für Gold und Silber kam es trotz des Preisverfalls zu Zuflüssen - siehe Grafik. „Die extrem geringe Volatilität der Aktienmärkte, die auf eine hohe Risikobereitschaft der Anleger schließen lässt, drückte den Preis von Gold in der letzten Woche um 0,4 Prozent in die Nähe des fairen Werts, den wir zum Jahresende auf 1230 US-Dollar/Unze. veranschlagen. Zugleich sorgen Angebotsdefizite, die steigende industrielle Nachfrage und eine Verknappung der Börsenbestände bei Silber, dessen Preis zu rund 80 Prozent mit Gold korreliert, für Aufwärtspotenzial. Verglichen mit den Goldpreisen sind die Silberpreise attraktiv. Den fairen Wert von Silber schätzen wir auf 20 US-Dollar/Unze zum Jahresende, was ein Aufwärtspotenzial von 20 Prozent darstellt“, sagt Hein.

Rohstoff-ETPs verzeichneten insgesamt Abflüsse von 18,2 Mio. US-Dollar/Unze, während es bei Industriemetall-ETPs 25,7 Mio. waren. „Long-Engagements in Rohstoffkörben werden unseres Erachtens aufgelöst, um eher opportunistisch mit Rohöl oder Silber zu handeln. Die Abflüsse aus Industriemetallen gehen wohl auf deren Preissturz um 2,4 Prozent seit Monatsanfang zurück. Die Marktteilnehmer erwarten für Mai eine leichte Abschwächung der chinesischen Konjunktur, was auch die Metallpreise belastet. Es ist durchaus möglich, dass die leicht enttäuschenden April-Zahlen des chinesischen Einzelhandels die Preise der Industriemetalle weiter belasten werden. Dessen Umsätze hatten nicht wie im Vorjahr um 10,9 Prozent oder wie vom Konsens erwartet um 10,8 Prozent zugenommen, sondern nur um 10,7 Prozent. Ähnlich verhielt es sich mit der Industrieproduktion, die statt wie im Vorjahr um 7,6 Prozent oder wie erwartet um 7,0 Prozent nur um 6,5 Prozent zum Vorjahr wuchs“, sagt Hein.“ 


Aus dem Börse Express PDF vom 17. Mai. Dort mit allen Charts und Grafiken. Zum Abo geht es unter http://bit.ly/byCn49 - Abonnenten haben Zugriff auf das komplette PDF-Archiv. 



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