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14.11.2017 08:55
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Raiffeisen Bank International kann das Ergebnis mehr als verdoppeln

Neun-Monatszahlen: Konzernergebnis von 910 Millionen - ein Anstieg von 109,9 Prozent.

Johann Strobl
© APA/HANS KLAUS TECHT
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Die Raiffeisen Bank International AG (RBI) erwirtschaftete in den ersten drei Quartalen 2017 ein Ergebnis vor Steuern von 1.301 Millionen Euro, das um 66,6 Prozentüber dem Vergleichswert des Vorjahres lag. Die Kreditrisikovorsorgen konnten im Vorjahresvergleich deutlich zurückgefahren werden, und auch das operative Geschäft entwickelte sich positiv: So verzeichneten die Betriebserträge im Jahresvergleich einen Anstieg um 4 Prozent auf 3.889 Millionen, während die Verwaltungsaufwendungen konstant blieben. Das Ergebnis nach Steuern stieg im Vorjahresvergleich um 93,2 Prozent auf 1.012 Millionen. Für die Berichtsperiode ergab sich ein Konzernergebnis von 910 Millionen. Das entspricht einem Anstieg von 109,9 Prozent.

„Wir sind mit dem Ergebnis der ersten neun Monate sehr zufrieden. Wir haben unser Zinsergebnis im Vorjahresvergleich leicht gesteigert, unser Provisionsergebnis deutlich verbessert und unsere Verwaltungsaufwendungen konstant gehalten“, sagte Johann Strobl, Vorstandsvorsitzender der RBI. und: „Der breite Wirtschaftsaufschwung in CEE spiegelt sich in allen unseren Segmenten wider. Wir schreiben in allen unseren Märkten Gewinne."

Zinsüberschuss leicht gestiegen

In den ersten neun Monaten 2017 stieg der Zinsüberschuss im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2 Prozent oder € 52 Millionen auf € 2.391 Millionen. Hauptverantwortlich dafür war ein währungsbedingter Anstieg des Zinsüberschusses in Russland um € 62 Millionen, während es in anderen Märkten aufgrund des anhaltend tiefen Zinsniveaus zu leichten Rückg.ngen kam. Der Provisionsüberschuss verbesserte sich aufgrund der Währungsaufwertungen in Osteuropa und höherer Umsätze im Jahresabstand um 8 Prozent oder € 90 Millionen auf € 1.271 Millionen. Das Handelsergebnis nahm gegenüber der Vorjahresperiode um € 42 Millionen auf € 183 Millionen zu.

Verwaltungsaufwendungen konstant

Die Verwaltungsaufwendungen sanken im Vergleich zur Vorjahresperiode um € 3 Millionen auf € 2.291 Millionen. Der Personalaufwand ging im Vergleich zur Vorjahresperiode um € 4 Millionen auf € 1.145 Millionen zurück. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich – vorwiegend aufgrund der gestiegenen Betriebserträge – um 2,5 Prozentpunkte auf 58,9 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen um 68 Prozent gesunken
Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen gingen im Vergleich zur Vorjahresperiode um insgesamt 68 Prozent oder € 341 Millionen auf € 160 Millionen zurück. Die NPL Ratio verbesserte sich gegenüber dem Jahresultimo um 2,0 Prozentpunkte auf 6,7 Prozent. Den notleidenden Krediten standen Wertberichtigungen in Höhe von € 3.778 Millionen gegenüber. Daraus resultierte eine NPL Coverage Ratio von 69,4 Prozent nach 75,2 Prozent zum Jahresultimo 2016. „Wir sind mit der Reduzierung der notleidenden Kredite sehr gut vorangekommen und haben unsere Ziele, die wir uns für dieses Jahr gesetzt hatten, bereits übererfüllt“, so Strobl.

Common Equity Tier 1 Ratio (fully loaded) von 12,5 Prozent

Per 30. September 2017 betrugen die gesamten Eigenmittel der RBI € 12.532 Millionen. Das entspricht einem Anstieg um € 728 Millionen im Vergleich zum Jahresendwert 2016. Bezogen auf das Gesamtrisiko ergaben sich eine Common Equity Tier 1 Ratio (transitional) von 12,7 Prozent und eine Eigenmittelquote (transitional) von 18,0 Prozent. Ohne Berücksichtigung der in der CRR definierten Übergangsbestimmungen ergab sich eine Common Equity Tier 1 Ratio (fully loaded) von 12,5 Prozent und eine Eigenmittelquote (fully loaded) von 17,9 Prozent. Unter Berücksichtigung des Ergebnisses für das dritte Quartal 2017 ergäben sich jeweils um 0,4 Prozentpunkte höhere Kapitalquoten.

Das Ergebnis im Quartalsvergleich

Im Vergleich zum zweiten Quartal 2017 stieg der Zinsüberschuss im dritten Quartal 2017 um 1 Prozent oder € 11 Millionen auf € 803 Millionen. Der Provisionsüberschuss ging gegenüber dem zweiten Quartal um 1 Prozent oder € 4 Millionen auf € 429 Millionen zurück. Das Handelsergebnis sank gegenüber dem Vorquartal um 28 Prozent oder € 19 Millionen auf € 50 Millionen. Mit € 718 Millionen lagen die Verwaltungsaufwendungen im dritten Quartal 2017 um 5 Prozent oder € 40 Millionen unter dem Wert des Vorquartals. Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen beliefen sich im dritten Quartal 2017 auf € 84 Millionen, nachdem im zweiten Quartal aufgrund von Verkäufen von notleidenden Krediten und Auflösungen von Risikovorsorgen Nettoauflösungen von € 4 Millionen verbucht worden waren. Die übrigen Ergebnisse sanken von minus € 26 Millionen im zweiten Quartal 2017 um € 11 Millionen auf minus € 37 Millionen im dritten Quartal 2017. Das Konzernergebnis betrug im dritten Quartal € 322 Millionen, was einem Rückgang um 12,2 Prozent oder € 45 Millionen im Vergleich zum zweiten Quartal 2017 entspricht.

Ausblick

Der Ausblick der RBI hat sich nicht geändert. Mittelfristig strebt die RBI eine CET1 Ratio (fully loaded) von rund 13 Prozent an. Nach einer stabilen Entwicklung geht sie für die nächsten Jahre von einem durchschnittlichen Kreditwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich aus. Die RBI erwartet, dass die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 2017 aufgrund hoher Rückflüsse und von Erlösen aus Verkäufen notleidender Kredite deutlich unter dem Niveau von 2016 (€ 758 Millionen) bleiben werden. Nachdem die Bank das ursprünglich gesetzte Ziel von rund 8 Prozent frühzeitig erreicht hat, soll die NPL Ratio mittelfristig weiter sinken. Mittelfristig strebt die RBI unverändert eine Cost/Income Ratio von 50 bis 55 Prozent an. Die RBI peilt mittelfristig unverändert einen Return on Equity vor Steuern v von rund 14 Prozent und einen Konzern-Return-on-Equity von rund 11 Prozent an.
 
red
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LASKler
Raiffeisenbank I.2017-11-14 15:57:44
9257 Postings

seit 2012-02-28

Top zahlen!

RBI verdoppelte nach drei Quartalen Konzernergebnis auf 0,9 Mrd. Euro
Zinsergebnis profitierte vom Russland-Geschäft - Deutlich weniger neue Kreditrisikovorsorgen - NLP-Ratio sank auf 6,7 Prozent - Kernkapitalquote bei 12,5 Prozent - Ausblick unverändert

Die börsenotierte Raiffeisen Bank International (RBI) hat 2017 nach drei Quartalen deutlich mehr verdient. Das Konzernergebnis konnte von 433 auf 910 Mio. Euro mehr als verdoppelt werden. Der Zinsüberschuss stieg im Jahresvergleich um 2,2 Prozent auf 2,39 (2,34) Mrd. Euro. Die neuen Kreditrisikovorsorgen gingen um 68 Prozent von 501 auf 160 Mio. Euro zurück. Am Ausblick wurde nichts geändert.

"Wir sind mit dem Ergebnis der ersten neun Monate sehr zufrieden", so RBI-Chef Johann Strobl am Dienstag in einer Presseaussendung. Der breite wirtschaftliche Aufschwung in CEE spiegle sich in allen Segmenten wider. "Wir schreiben in allen Märkten Gewinne", betont Strobl. Bei der Reduzierung der notleidenden Kredite sei man gut vorangekommen und habe die Ziele für dieses Jahr bereits übererfüllt.

Die Kreditrisikovorsorgen konnte die RBI deutlich zurückfahren, und auch das operative Geschäft hat sich positiv entwickelt. Hauptverantwortlich für das leicht verbesserte Zinsergebnis war ein währungsbedingter Anstieg des Zinsüberschusses in Russland in Höhe von 62 Mio. Euro. In anderen Märkten kam es dagegen wegen des anhaltend niedrigen Zinsniveaus zu leichten Rückgängen.

Der Provisionsüberschuss erhöhte sich aufgrund von Währungsaufwertungen in Osteuropa und höheren Umsätzen um 8 Prozent auf 1,27 Mrd. Euro. Während die Betriebserträge um 4 Prozent auf 3,89 Mrd. Euro stiegen, blieben die Verwaltungsaufwendungen mit 2,29 Mrd. Euro relativ konstant.

Die Cost-Income-Ratio (CIR) verbesserte sich aufgrund der gestiegenen Betriebserträge um 2,5 Prozentpunkte auf 58,9 Prozent. Ziel ist mittelfristig ein Wert zwischen 50 und 55 Prozent.

Der Anteil der notleidenden Kredite (NPL-Ratio) ging gegenüber Jahresultimo 2016 um 2 Prozentpunkte auf 6,7 Prozent zurück. Verantwortlich dafür waren geringere Zuflüsse, Verkäufe und Ausbuchungen. Ihnen standen Wertberichtigungen in Höhe von 3,78 Mrd. Euro gegenüber. Daraus resultierte eine NPL-Coverage-Ratio von 69,4 Prozent nach 75,2 Prozent per Ende 2016.

Per Ende September beliefen sich die Eigenmittel auf 12,5 Mrd. Euro. Bezogen auf das Gesamtrisiko ergab sich damit eine Kernkapitalquote (Tier 1-Ratio - fully loaded) von 12,5 Prozent. Mittelfristig werden rund 13 Prozent angestrebt. Die Eigenmittelquote (fully loaded) betrug von 17,9 Prozent.

Am Ausblick habe sich nichts geändert, so die RBI. Sie erwartet, dass die Netto-Kreditrisikovorsorgen 2017 aufgrund hoher Rückflüsse und Verkäufen notleidender Kredite deutlich unter dem Niveau von 2016 (758 Mio. Euro) bleiben werden. Die NPL-Ratio soll weiter sinken.

Seit Jänner ist erstmals auch das Geschäft der fusionierten Raiffeisen Zentralbank (RZB) in den Zahlen der RBI voll enthalten.

(Schluss) ggr/sp

ISIN AT0000606306
WEB http://www.rbinternational.com/

voitsberger
2557 Postings
seit 2007-11-21
> Raiffeisenbank I.2017-11-17 20:14:36



Die Polentochter scheint doch nicht gar so hässlich zu sein. Wenn die BAWAG zum 1,5 fachen Buchwert notiert, dann wird das wohl auch für die RBI Tochter möglich sein. Bin nach wie vor der Überzeugung, dass man in Polen blendende Geschäfte machen kann. Wenn sich das Management der RBI das nicht zutraut, dann sollten sie mal beim Cerberus vorbeischauen.

Die Hälfte des Nettogewinns als Dividende auszuschütten, ist auch ne klare Ansage. Da könnte der Strobl mal in sich gehen und was für seine Aktionäre tun. 600 Millionen als Trostpflaster für die dividendenlose Zeit würde schon was hermachen.

Sibelius
493 Postings
seit 2014-10-03
>> Raiffeisenbank I.2017-11-17 22:40:42


"600 Mill als Trostpflaster für die dividenlose Zeit" - der war wirklich gut!

voitsberger
2557 Postings
seit 2007-11-21
>>> Raiffeisenbank I.2017-11-18 12:43:32



Die BAWAG hüpft das aber vor. Da werden die Herren Treichl und Strobl aber noch Augen machen wie man mit seinen Eigenkapitalgebern umzugehen hat.

Dass eine ehemalige Gewerkschaftsbank zur aktionärsfreundlichsten Bank Österreichs aufsteigt finde ich wiederum ganz amüsant.-)



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