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10.10.2017 00:00
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Agrana: Mit „tailor-made“ zur weltweiten Nummer 1

Zucker, Stärke, Frucht - die drei Segmente der Agrana. Im jüngsten Teilbereich ist man mittlerweile Weltmarktführer, wie IR-Chef Hannes Haider auf der Jubiläums-Roadshow des Börse Express erzählt.

Hannes Haider
© Tanzer / BE
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Wiener Zucker ist Agrana, das weiß in Österreich vom Kleinkind bis zum Greis wohl mittlerweile jeder. Dass die Agrana aber weit mehr ist als Wiener Zucker, betont Agrana IR-Chef Hannes Haider schon in seinem Eingangsstatement: „Wir alle konsumieren Agrana-Produkte tagtäglich ohne dass es uns bewusst ist. Auch wenn Sie ihren Kaffee ungezuckert trinken, haben sie heute Morgen vielleicht schon ein Fruchtjoghurt gegessen oder einen Apfelsaft getrunken. Der eine oder andere hat vielleicht tagsüber Gummibären genascht, hat Benzin getankt oder ein Päckchen von Amazon bekommen. Das alles sind Produkte wo Agrana inside ist.“
Eine Behauptung, die sich auch eindrucksvoll in den Umsatzzahlen für 2016/17 niederschlägt. Im Geschäftsjahr 2016/17 erwirtschaftete der Konzern rund 2,6 Milliarden Euro, davon stammt etwas mehr als ein Viertel (26%) aus dem Zuckersegment. In diesem Segment betreibt Agrana auch das einzige B2C-Geschäft, wie Haider betont. Der Großteil des Zuckerumsatzes wird aber mit der weiterverarbeitenden Industrie (Backwaren, Süßwaren, Milchprodukte, Getränke, etc.) gemacht. Im Segment Stärke (rd. 29% des Umsatzes) ist die Bandbreite der Abnehmer weit gespannt. Von der Nahrungsmittelindustrie - Stärke aus dem Haus Agrana ist auch in Babynahrung zu finden - über die Kosmetikindustrie, bis hin zu technischen Anwendungen etwa der Veredelung von Papier reicht die Palette der Abnehmer. Im Fruchtsegment - mit einem Umsatzanteil von rund 45% mittlerweile die umsatzträchtigste Sparte - liefert die Agrana Fruchtzubereitungen für Molkereiprodukte, Eiscremen und Backwaren ebenso wie Fruchtsaftkonzentrate für alkoholfreie und alkoholische Getränke. Der Bereich Frucht ist übrigens das jüngste Segment des Konzerns und wurde erst 2003 aus der Taufe gehoben. Umso erstaunlicher ist die Erfolgsgeschichte: Mit einem Weltmarktanteil von an die 35% ist der Konzern die weltweite Nummer 1 bei Fruchtzubereitungen. Bei den Konzentraten ist man Europas Nummer 1, weltweit betrachtet an Position 4 oder 5, weil es in diesem Bereich einige große chinesische Player gibt, wie Haider erläutert. Was die Produktionsstandorte betrifft, in Summe 55 an der Zahl, konzentrieren sich diese im Bereich Zucker und Stärke vor allem auf Europa. Der Bereich Frucht mit 26 Fruchtzubereitungs- und 14 Fruchtsaftkonzentratwerken spiegelt das globale Business wider. Mit dem Fruchtzubereitungsgeschäft ist die Agrana mittlerweile auf allen Kontinenten der Welt vertreten. Der Grund liegt im Businessmodel: Auf Grund der Haltbarkeit des Produktes positioniert man sich nahe am Kunden, um diesen optimal bedienen zu können. So wird etwa die Hauptfrucht Erdbeere zwar weltweit geerntet - je nachdem wo gerade Erntesaison ist - dann tiefgekühlt zu den jeweiligen Werken geliefert, wo die Frucht anschließend „tailor-made“ - wie es Haider ausdrückt - verarbeitet wird. Der Grund liegt darin, dass es in jedem Land spezifische Rezepturen gibt. Haider: „In China schmeckt ein Erdbeerjoghurt komplett anders als etwa in den USA oder Österreich.“
Mit dem Ende der Zuckmarktordnung ab Oktober und den weltweiten Überschüssen werde es im Bereich Zucker zwar härter, aber die Agrana hat ihre Hausaufgaben gemacht, verfügt zudem mit ihrem direkten Zugang zum Konsumenten über einen USP und ist außerdem der größte Biozuckerproduzent in Europa, erläutert Haider die Strategie im Zuckersegment.

Im Stärkesegment hat sich Agrana als Nischenplayer positioniert und fährt damit sehr gut. Der Bereich liefert mit einer EBIT-Marge von zuletzt mehr als 10 Prozent etwas mehr als 44% des gesamten Agrana-EBITs. Nicht zuletzt auch deshalb wird in diesem Bereich kräftig investiert. Im Oktober wird die Erweiterung der Stärkefabrik in Aschach (OÖ) offiziell eröffnet (1/3 mehr Kapazität). Und im Juli wurde die Verdoppelung der Kapazität im Weizenstärkewerk Pischelsdorf vom AR genehmigt: Investitionsvolumen 92 Millionen Euro.

Die Präsentation zum Vortrag finden Sie hier

 
hf
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b.p.
5 Postings
seit 2011-10-29
> einsteigen?2012-07-13 14:45:13


ja genau,
jetzt einsteigen und mit Stevia verlieren

Anthean
11300 Postings
seit 2007-08-24
>> Re(1): einsteigen?2013-01-30 18:08:42


Argana grade Thema im Parlament bezüglich Biodiesel. Da liefen ja auch fleißig Seilschaften zwischen Politik und Wirtschaft (Sitchwort Pichldorf). Daß da schwarze Politiker und die Raiffeisen in einem Boot sitzen überrascht wahrscheinlich weniger.

clubberer
887 Postings
seit 2009-08-23


Ich denke, dass der Kurssturz von 126 auf 101 (wegen der KE) nach langer Zeit wieder eine sehr gute Einstiegsmöglichkeit bietet.

Ich vermute, dass hier kurzfristig in wenigen Wochen gut 10 % drinnen sein sollten. Sollte der Kurs wider Erwarten stagnieren, tröstet die ganz gute Dividende.

Ich bin heute knapp unter 104 eingestiegen.

LASKler
9257 Postings
seit 2012-02-28


Südzucker ;-)

clubberer
887 Postings
seit 2009-08-23


Für die Altaktionäre hat das Jahr trotz der ausgezeichneten Q1 - Q3 Zahlen nicht sehr gut begonnen. Die Frage "süßes oder saures" wurde ganz klar beantwortet ..

Ich habe heute eine 2. Tranche gekauft und meinen Mischkurs auf knapp 103 gedrückt. Nächste Woche ist mal Urlaub angesagt .. da wird die Aktie ohne meine Stützkäufe auskommen müssen ;-)

clubberer
887 Postings
seit 2009-08-23


".. Die von der Agrana Beteiligungs AG (Agrana) durchgeführte Kapitalerhöhung ist platziert. Institutionelle Investoren haben für 131, 67 Millionen Euro Agrana-Aktien um 100 Euro das Stück eingekauft. Ein Wahnsinns-Schnäppchen! .."

.. meint der Börsianer:

http://www.derboersianer.com/2017/02/agrana-holt-sich-geld-serbien-und-china-im-fokus/



stoneage40
1312 Postings
seit 2009-12-03


Wenn es am Montag wider erwarten nach Süden geht, dann bin ich dabei

clubberer
887 Postings
seit 2009-08-23


Grundsätzlich ist glaube ich keine Eile geboten .. ich würde die Kurse erst ab Ende Februar wieder deutlich höher erwarten.

Jedenfalls ist es Agrana wieder gelungen, etwas Schwung in die Aktie zu bringen. Im gesamten Jahr 2016 haben ca. 600.000 Aktien den Besitzer gewechselt. In den letzten 3 Tagen waren es ca. 230.000 Aktien. Das sind immerhin rund 20 % des bisherigen Streubesitzes.

Vermutlich haben einige Altaktionäre ein paar Stücke zwischen 102 - 111 verkauft, um sich den gleichen Anteil um 100 Euro wieder zurückzuholen. Ich gehe schon davon aus, dass der Verkaufsdruck nächste Woche nachlässt.



* Am Erscheinungstag des Artikels werden bei Artikelabruf die von der Wiener Börse übermittelten Kurse real-time angezeigt. Alle anderen Kursinformationsquellen auf www.boerse-express.com (Archiv-Artikel, Charts, Matrix, Kurslisten) weisen die übliche Verzögerung von rund 15 Minuten auf. Alle Kursangaben ohne Gewähr.
Alle Kursinformationen sind nach den Bestimmungen der jeweiligen Börse mindestens 15 Minuten oder mehr verzögert. ISIN AT0000603709

 
 
 
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