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26.06.2017 11:48
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Christian Staritzbichler: "Korrekturen werden tendenziell zum Erhöhen der Aktienquote genutzt"

Ein Dachfonds gewinnt die erste Wahl zum Fonds des Monats. Im Mai wurde der „Konzept: Ertrag Ausgewogen“ von Amundi Asset Management zum Fonds des Monats gekürt.

Christian Staritzbichler
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BÖRSE EXPRESS: In der im April veröffentlichten Dachfonds-Studie von Fonds professionell lag Ihr „Konzept: Ertrag Ausgewogen“ mit damals knapp 450 Mio. Euro noch an sechster Stelle der größten Publikumsdachfonds in Österreich. Seither hat sich das Fondsvolumen um rund 80 Mio. Euro erhöht. Worauf führen Sie das Interesse für Ihren Fonds zurück?

CHRISTIAN STARITZBICHLER: Der „Konzept: Ertrag Ausgewogen“ erfreut sich an großen und laufenden Zuwächsen und hat im April 2017 ein Fondsvolumen von 500 Mio. Euro überschritten und hält derzeit bei rd. 550 Mio. Euro.

Seit 1999 am Markt hatte der Fonds eine tolle Performance bei gleichzeitig überschaubarer Volatilität, was sicher zum großen Interesse beiträgt. Natürlich hat auch das äußerst niedrige Zinsniveau die Nachfrage nach diesem Veranlagungskonzept verstärkt. Der Fonds bietet eine breite Streuung über zahlreiche verschiedene Assetklassen sowie variable Steuerung der Aktienquote (30-50%) je nach Markteinschätzung des Fondsmanagements. Das Investment eignet sich für Kunden mit mittlerer Risikobereitschaft und Anlagehorizont ab fünf Jahren.

BÖRSE EXPRESS: Ihre größten Positionen beinhalten vor allem hauseigene Produkte, darunter den Amundi Öko Sozial Rent und ETFs der Blackrock-Tochter iShares. Begründen Sie bitte Ihre Zielfonds-Auswahl.

CHRISTIAN STARITZBICHLER: Unsere hauseigenen Produkte weisen eine gute Performance auf und gewährleisten eine laufende Transparenz. Zusätzlich wird unsere Asset Allocation effizient und kostengünstig umgesetzt. Auch ist die hohe tägliche Liquidität bei ETFs für rasche Änderungen am Markt von Vorteil.

BÖRSE EXPRESS: Wie sieht Ihre derzeitige Strategie bei der Steuerung der Aktienquote aus und warum?

CHRISTIAN STARITZBICHLER: Aktuell gehen wir von einem stabilen Weltwirtschaftswachstum aus, welches in den meisten Ländern stärker von der Inlandsnachfrage getragen wird als vom globalen Handel. Zusätzlich investieren die Unternehmen z.B. in den USA, der Eurozone und Japan, auch wieder mehr. Aktuell ist die Aktienquote eher neutral gewichtet, wobei Korrekturen tendenziell zum Erhöhen der Aktienquote genutzt werden. Regional sind wir derzeit in der Eurozone und den Emerging Markets übergewichtet und den USA untergewichtet. Auch die positiven Wirtschaftsdaten in der Eurozone sollten ein gutes Fundament bieten, damit die Eurozone das Aufholpotenzial gegenüber dem US-Aktienmarkt nutzen kann.

BÖRSE EXPRESS: In welchem Anlagesegment erwarten Sie zurzeit besondere Chancen?

CHRISTIAN STARITZBICHLER: Wir sehen besonders für die Aktienmärkte der Eurozone und der Emerging Markets noch Potenzial. Auch auf Japan sollte ein Blick geworfen werden. Auf der Anleihenseite bieten derzeit Emerging Market Anleihen in Lokalwährung Potenzial, wobei hier die höheren Volatilitäten dieser Anlageklasse zu berücksichtigen sind.

BÖRSE EXPRESS: Wo sehen Sie aktuell Risiken und wie gehen Sie damit um?

CHRISTIAN STARITZBICHLER: Die größten Risiken für Aktienmärkte sehen wir aktuell in den sehr schwer vorhersehbaren globalen politischen Entwicklungen. Zwar hat der Ausgang der Wahlen in Frankreich und den Niederlanden das politische Risiko in der Eurozone deutlich reduziert, aber Italien muss noch die Richtung hinsichtlich Reformfreudigkeit etwas nachschärfen. Der Ausgang der Wahlen in Deutschland und Österreich sollte das Klima eher nicht eintrüben. Auch die Unsicherheiten bezüglich der weiteren Fiskal- und Handelspolitik in den USA dürfen nicht unterschätzt werden und können für Schwankungen an den Märkten sorgen. Sollten die USA vor allem eine sehr protektionistische Handelspolitik verfolgen, wird dies negative Auswirkungen auf den Welthandel haben. Die Wahrscheinlichkeit eines „hard-landing“ in China schätzen wir derzeit als gering ein. Trotzdem sollte man die Entwicklungen in China genauestens verfolgen. Nicht zuletzt neu aufkommende Spannungen auf der arabischen Halbinsel und der „Dauerbrenner“ Nordkorea könnten Kettenreaktionen hervorrufen.

Es wird laufend sichergestellt, dass der „Konzept: Ertrag Ausgewogen“ breit diversifiziert ist. Bei der Gesamtrisikosteuerung werden immer wieder „Macro hedges“ berücksichtigt um den Fonds vor unerwarteten Risiken etwas zu schützen. Zusätzlich können wir sehr schnell auf ein geändertes Marktumfeld mit Absicherungsstrategien reagieren, um bei Bedarf das Risiko zu reduzieren.

BÖRSE EXPRESS: Noch zwei Fragen zu Dachfonds generell: Ist diese Art von Fonds noch zeitgemäß?

CHRISTIAN STARITZBICHLER: Es stimmt, dass die Bezeichnung Dachfonds etwas altmodisch klingt. Die englische Bezeichnung Multi-Manager Fonds beschreibt wahrscheinlich besser, warum Dachfonds mehr denn je gefragt sind. Wir können in einem Dachfonds unterschiedlichste Investmentansätze und -stile effizient kombinieren. Zusätzlich erhält der Kunde auch Zugang zu den besten Asset-Managern einzelner Assetklassen, die in Österreich verfügbar sind. Weiters lassen sich mit einem Dachfonds auch Beimischungen von Anlageklassen sehr effizient und diversifiziert darstellen.

BÖRSE EXPRESS: Manche kritisieren, dass Dachfonds zu teuer sind. Was sagen Sie dazu?

CHRISTIAN STARITZBICHLER: Bei eigenen Fonds kommt es zu keiner Mehrbelastung und bei Drittfonds nutzen wir grundsätzlich die günstigste Share Class für institutionelle Investoren, dadurch ist die Attraktivität sichergestellt.

 
cg
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