www.be24.at www.foonds.com www.boerse-express.com/abo
User online: 356
pxp
main
sub
20.05.2017 01:10
Drucken  | Mailen  | Facebook issuu BE Post

Beeindruckende Lenzing, wachsende voestalpine und hoffende ams

Die News der Woche aus Sicht der Analysten der Erste Group: ams, Buwog, Flughafen Wien, Lenzing, Mayr-Melnhof, Polytec, Raiffeisen Bank International, Semperit, voestalpine
 MEINUNG 0    TAGESTHEMEN     BLOGS 
 
Vladimira Urbankova zu Semperit

Im 1. Quartal litten die Margen bei Semperit wie erwartet unter den hohen Rohstoffpreisen, die nur teilweise und zeitverzögert an den Markt weitergegeben werden konnten. Dank hoher positiver Einmaleffekte aus der Beendigung des thailändischen JVs von rund EUR 85 Mio. auf EBIT-Ebene konnte dennoch ein starkes Quartalsergebnis von EUR 62,9 Mio. erzielt werden. Ohne Sondereffekt, wäre unter dem Strich aber ein Minus von EUR 2 Mio. gestanden. Auf der positiven Seite wurde der Cash-Zufluss von rund EUR 190 Mio. vor Steuern zur Schuldenreduktion eingesetzt. Der Konzern erwartet, dass die volatile Rohstoffpreisentwicklung aus dem 1. Quartal auch in den kommenden Quartalen anhalten wird. Daher sieht das Management das bereinigte EBIT heuer deutlich unter Vorjahresniveau (EUR 41 Mio.). Der Wertansatz des Sempermed-Segments wird noch überprüft, wodurch sich hier ein Wertberichtigungsbedarf ergeben könnte.

Ausblick. Wie erwartet war die operative Entwicklung im 1. Quartal sehr schwach und der Ausblick bleibt unklar. Aufgrund der volatilen Rohstoffpreise bleibt die Visibilität für das Management eingeschränkt und der Ausblick eines bereinigten EBIT deutlich unter Vorjahresniveau wurde bestätigt. Auch die Werthaltigkeitsprüfung des Medizinsegments ist noch nicht abgeschlossen. Im Hinblick auf die anhaltend geringe Visibilität und volatile Rohstoffpreisentwicklung bleiben wir weiter bei unserer Reduzieren Empfehlung.

Vladimira Urbankova zu Lenzing

Lenzing konnte mit ihrer Entwicklung im Q1 vom Umsatz bis zum Nettogewinn überzeugen und die Konsensusschätzungen übertreffen. Die Umsatzerlöse stiegen um 14,3% auf EUR 586,2 Mio. aufgrund höherer Viskosepreise, eines besseren Produktmixes und günstiger Währungsrelationen. Das Betriebsergebnis kletterte um 72,1% auf EUR 102,3 Mio., was zu einer höheren EBIT-Marge von 17,5% führte. Der Quartalsüberschuss stieg um 67,8% auf EUR 73,0 Mio. Das Management bleibt bei seinem optimistischen Ausblick und erwartet eine deutliche Verbesserung gegenüber 2016 ohne weitere Präzisierung. Betreffend die Faserpreisentwicklung erwartet das Management, dass sich die Preisniveaus etwas unter den jüngsten Hochs einpendeln oder über den Sommer womöglich leicht fallen werden. Auf der anderen Seite bleibt die Nachfrage stark während nur wenig neue Kapazität auf den Markt kommt, sodass in Summe 2017 ein gutes Jahr für Viskosepreise werden dürfte. Auch die gute Nachfrage nach Spezialfasern ist weiter ungebrochen. Lenzing plant in diesem Bereich Kapazitäten in Österreich und den USA auszubauen und wird heuer noch zwei neue Produkte lancieren.

Ausblick. Die Entwicklung im Q1 war beeindruckend und bestätigt unsere positive Einschätzung gegenüber Lenzing. Wir sind überzeugt, dass die Fokussierung auf Spezialfasern und damit Differenzierung von der Konkurrenz und Commodity Produkten gepaart mit weiteren operativen Einsparungen in Zukunft weiter für gute Ergebnisse sorgen wird. Nach dem Anteilsverkauf von 12,56% seitens des Mehrheitseigentümers B&;C Holding kam der Kurs unter Druck und rutschte deutlich ab. Dennoch sehen wir auf diesen Kursniveaus einen Grossteil der positiven Faktoren schon eingepreist.

Christoph Schultes zu Buwog

Der Wohnimmobilienkonzern BUWOG hat am Montag eine Kapitalerhöhung von bis zu 12,47 Mio. neuen Aktien angekündigt. Der erwartete Emissionserlös bei einem Kurs von EUR 26,12 (Schlusskurs 12.5.17) beträgt rund EUR 326 Mio.. Der Nettoerlös soll zur Finanzierung des weiteren Wachstums, vor allem durch Grundstückserwerbe in Berlin, Hamburg und Wien sowohl für ihre Develop-to-hold- als auch für ihre Develop-to-sell-Strategie sowie für Akquisitionen und allgemeine Unternehmenszwecke verwendet werden. Bei vollständiger Durchführung der Kapitalerhöhung wird sich die Anzahl der BUWOG-Aktien auf 112,25 Mio. erhöhen.

Die Kapitalerhöhung umfasst ein Bezugsangebot an bestehende Aktionäre (1 neue Aktie für 8 Bezugsrechte) zu einem maximalen Bezugs- und Angebotspreis von EUR 30 je neuer BUWOG-Aktie. Die Bezugsfrist wird voraussichtlich bis am oder um den 1.6.17 laufen. Am 2.6.17 wird voraussichtlich der Angebotspreis veröffentlicht, der auf Basis eines Bookbuilding-Verfahrens und unter Berücksichtigung des Börsekurses ermittelt wird. Neue Aktien, die nicht im Bezugsangebot bezogen wurden, werden im Rahmen einer Privatplatzierung innerhalb und ausserhalb Österreichs zum Angebotspreis angeboten. Die Bezugsrechte werden nicht an einer Börse gehandelt. Der Handel der neuen Aktien an der Wiener Börse wird voraussichtlich am 7. Juni 2017 beginnen. Die neuen Aktien sind für das Wirtschaftsjahr 2016/17 dividendenberechtigt (Dividenden Ex-Tag: 17.10.2017, Konsensus-Schätzung Dividende: EUR 0,754/Aktie, Dividendenrendite: 2,9%).

Vera Sutedja zu voestalpine

Wir haben im Vorfeld der Ergebnispräsentation zum Geschäftsjahr 2016/17 am 1. Juni unsere Schätzungen leicht angehoben, bleiben aber bei unserer Halten-Empfehlung mit unverändertem Kursziel von EUR 40,50.

Ausblick. Wir haben unsere Schätzungen für das 4. Quartal minimal nach oben korrigiert und erwarten nun ein bereinigtes EBIT von EUR 808 Mio. und ein Nettoergebnis von EUR 483 Mio. Die Dividende sollte bei EUR 1,05 stabil gehalten werden (Dividendenrendite von 2,7%). Für das kommende Wirtschaftsjahr erwarten wir einen kräftigen Ergebnisschub vor allem aus dem neuen texanischen Werk (geschätzter EBITDA-Beitrag von EUR 100 Mio.) und schneller gestiegenen Stahlpreisen im Vergleich zu den Inputkosten. Die Stahlpreise insgesamt stagnieren jedoch seit Jahresbeginn. Rohstoffpreise, vor allem Eisenerz und Kokskohle sind sogar gefallen. Die Stahlnachfrage steigt zwar weiter an, verliert aber spürbar an Fahrt, wie zuletzt vor allem am US-Automarkt zu sehen war. Auch Grossverbraucher China schwächelt zunehmend. Im Vergleich zur Peer Group handelt die Aktie teils schon mit Aufschlägen, da der Stahlsektor YTD gefallen ist bei gleichzeitig steigenden Schätzungen. Auf der anderen Seite ist ein Aufschlag aufgrund der stärkeren Ertragskraft und höheren Dividendenrendite durchaus gerechtfertigt. In Summe bleiben wir weiter bei unserer Halten-Empfehlung mit Kursziel EUR 40,50.

Daniel Lion zu ams

Wir haben unsere Schätzungen überarbeitet und stufen die ams-Aktie nun mit Halten, Kursziel EUR 67,50 ein (zuvor: under review).

Ausblick. Nach dem starken Kursanstieg seit Jahresbeginn denken wir, dass bereits einiges vom angekündigten Upgrade der mittelfristigen Umsatzziele bis Ende Juli im Kurs reflektiert ist. Wir erwarten in unseren Schätzungen zur Zeit, dass die aktuelle Guidance für 2019 (EUR 1,2 Mrd. Umsatz bei 30% EBIT-Marge) bereits 1 Jahr früher erreicht wird. Ein Blick auf die Peer Group Bewertung zeigt, dass ams erst ab 2019 wieder Bewertungsabschläge aufweist, ein Zeithorizont der uns im schnelllebigen Technologiesektor doch weit entfernt erscheint und mit Risiken aus der Technologieadaption und natürlich auch dem Wettbewerb behaftet und somit schwer einschätzbar ist. Ein Wachstumstreiber für die 2. Jahreshälfte, das neue IPhone, das im September lanciert werden soll, ist unserer Meinung nach ein zweischneidiges Schwert für ams. Wenn es nach Plan eingeführt wird, so wird sich der Produktanteil von ams von rund EUR 0,50 auf ca. EUR 2-3 pro Modell erhöhen. Mit höherem Umsatz steigt damit der Earn-Out für die Heptagon-Übernahme. Eine Verschiebung der IPhone-Einführung wäre so für ams sogar vorteilhafter.

Thomas Unger zu Raiffeisen Bank International

Mit der Verdoppelung des Q1-Nettogewinns gegenüber dem Vorjahr auf EUR 220 Mio. übertraf die Raiffeisen Bank International (RBI) die Markterwartungen deutlich. Mit dem Rückenwind eines stärkeren Rubels legten einerseits Zinsüberschuss (+5%) und Provisionsüberschuss (+10%) zu, während sich andererseits die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen gegenüber dem Q1 im Vorjahr um fast ein Viertel verringerten. Die Quote notleidender Kredite (NPL Ratio) verbesserte sich weiter auf 8,3% von zuletzt 8,7% am Ende des Geschäftsjahres 2016. Die Eigenmittelquoten (inkl. dem Q1-Gewinn) stiegen gegenüber dem Vorquartal leicht an. So erhöhte sich die CET 1 Ratio (transitional) auf 12,8% von 12,7% per 31.12.16.

Ausblick. Der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr und die Mittelfristziele wurden bestätigt. Heuer sollen die Risikokosten unter dem Niveau von 2016 liegen und die NPL-Quote auf 8% sinken. Mittelfristig will die RBI einen ROE von 11% erzielen. Das starke Q1-Ergebnis sollte den Aktienkurs unterstützen. Hier sehen wir noch weiter Luft nach oben, wenn die RBI zeigt, dass sie weiter auf gutem Weg ist, den ROE mittelfristig auf 11% zu steigern (9,6% im Q1). Wir bleiben bei unserer positiven Einschätzung der Aktie

Vladimra Urbankova zu Flughafen Wien

Die Q1-Zahlen des Flughafens Wien waren solide jedoch einen Hauch unter unseren und den Konsensus-Schätzungen. Der Umsatz stieg um 4,3% auf EUR 160,6 Mio., während der Quartalsüberschuss um 7,6% auf EUR 14,9 Mio. kletterte. Das Ziel einer Nettoverschuldung von unter EUR 350 Mio. wurde bereits erreicht mit einer Reduktion auf EUR 324,6 Mio. Der Ausblick für heuer wurde bestätigt mit einem Jahresüberschuss von zumindest EUR 120 Mio. bei Umsätzen von mehr als EUR 740 Mio. Die grössere Überraschung waren aber die starken Verkehrszahlen für April, welche ein Übertreffen der bisherigen Guidance (max. +2% für Wien, max. +3% für den Konzern) wahrscheinlich machen. Im April legten die Passagierzahlen der Flughafen Wien –Gruppe um 16,8% zu. In den ersten 4 Monaten liegen wir somit bei einem Zuwachs von 9,7%.

Ausblick. Abgesehen von den soliden operativen Zahlen, überzeugte vor allem ein weiterer starker Monat in der Passagierentwicklung. Mit einem Plus von fast 10% in den ersten 4 Monaten wird das Management seinen Ausblick bis spätesten zur Halbjahrespräsentation überarbeiten. Nach der starken Kursperformance der letzten Monate scheint uns jedoch das weitere Aufwärtspotential geringer zu werden.

Vladimira Urbankova zu Mayr-Melnhof

Mayr-Melnhof startete wie erwartet etwas schwächer ins neue Jahr vor allem aufgrund der anhaltend hohen Altpapierpreise. Der Umsatz blieb sowohl mengen- als auch betragsmässig in etwa stabil bei EUR 584,5 Mio. (+1,5%). Das operative Ergebnis schwächte sich um 8,3% auf EUR 50,6 Mio. ab aufgrund des Margendrucks in der Kartondivision während Packaging stabil blieb. Für das 2. Quartal erwartet das Management ebenfalls unter dem sehr starken Vorjahresniveau zu liegen. Dennoch bleibt das Ziel aufrecht, 2017 bestmöglich an das hohe Niveau von 2016 anzuschliessen. Die Weitergabe der erhöhten Rohstoffkosten hat dabei oberste Priorität.

Ausblick. Wie erwartet konnte Mayr-Melnhof nicht ganz an die starken Q1- Zahlen des Vorjahres anknüpfen und leidet unter den hohen Rohstoffkosten in der Kartondivision. Wir denken aber, dass Mayr-Melnhof die gestiegenen Altpapierpreise zeitversetzt weiter geben kann und sein Ganzjahresziel, das Spitzenniveau von 2016 zu halten, erreichen kann. Unsere aktuelle Empfehlung für diesen defensiven Titel lautet Akkumulieren mit einem Kursziel von EUR 124.

Michael Marschallinger zu Polytec

Aufgrund der verbesserten Profitabilität und dem stabilen Ausblick ändern wir unsere Empfehlung von Under Review auf Halten mit einem Kursziel von EUR 19,0.

Ausblick. Wir haben unsere Schätzungen für das nächste Quartal leicht nach unten korrigiert, da es in diesem Jahr zur einer Verschiebung der Osterferien von März auf April kam (3 Arbeitstage weniger im April). Für das gesamte Wirtschaftsjahr 2017 gehen wir weiterhin von einer stabilen Geschäftsentwicklung aus. Das Marktumfeld bleibt trotz des Einbruchs im April weiterhin positiv, der Hauptkunde VW (mit einem Umsatzanteil von rd. 26%) geht für das aktuelle Wirtschaftsjahr von einem Wachstum der Bereiche Pkw und Nutzfahrzeuge um bis zu 4% aus. Die Anstrengungen zur Verbesserung der operativen Performance spiegeln sicher mittlerweile in den Ergebnissen wider, Polytec konnte die EBITDA-Marge im letzten WJ auf über 12% heben, auch für das aktuelle Wirtschaftsjahr rechnen wir mit einem gleichbleibenden Margenniveau. Der Konzern ist als Automobilzulieferer naturgemäss von nur wenigen grossen Kunden abhängig, in den kommenden Jahren könnte sich der Margendruck daher erhöhen. In Summe glauben wir aber, dass die Aktie in diesem Umfeld ein attraktiver Dividendentitel bleibt.
 








be INVESTOR NR 33





comment Diesen Artikel kommentieren
Titel
Text


* Am Erscheinungstag des Artikels werden bei Artikelabruf die von der Wiener Börse übermittelten Kurse real-time angezeigt. Alle anderen Kursinformationsquellen auf www.boerse-express.com (Archiv-Artikel, Charts, Matrix, Kurslisten) weisen die übliche Verzögerung von rund 15 Minuten auf. Alle Kursangaben ohne Gewähr.
 
 
 
Gratis-PDF-Produkte
Hier haben Sie die Möglichkeit, sich für den Bezug unserer kostenlosen Newsletter & PDF-Produkte einzutragen.
"Börse Express free"
 

Ihre Email Adresse


Clippings
 
Meistgelesen letzte 2h
 
... in den letzten 5 Minuten
 
Postings
 
ATX
(16:34)
3285.58
-0.78%
Top 5 ATX
ZUMTOBEL GROUP AG 4.32%
S IMMO AG 3.63%
IMMOFINANZ AG 1.59%
AGRANA BETEILIGUNGS-AG 1.33%
SCHOELLER-BLECKMANN AG 1.08%
Flop 5 ATX
OMV AG -3.16%
ANDRITZ AG -1.75%
RAIFFEISEN BANK INTERNAT. AG -1.74%
BAWAG GROUP AG -0.79%
VOESTALPINE AG -0.63%
 
Matrix   
Matrix Österreich Matrix Deutschland Matrix USA
-0.73%
(16:37)
-0.44%
(00:00)
-0.31%
(00:00)
-0.28%
(00:00)
NIKKEI
0.00%
()
AGR AMAG AMS ANDR ATEC ATRS ATS
ATX AW2 BAH BDI BENE BEO BETB
BG BIND BWIN BWO BWT C2 CAI
CAT CNTY COV CWI DOC EBS ECO
EVN FAA FACC FKA FLU GROA HEAD
HTI IIA KTCG KTMI LNZ MAI MIP
MMK OMV PAL PARS POS POST PYT
QINO RAP RBI RBT ROS SAC SBO
SEM SNT SNU SPI STR SWUT TAN
TEAK TKA UIV UP2 UQA VER VIG
VLA VOE WIE WOL WWE WXF ZAG
-0.44%
(00:00)
-0.01%
(00:00)
-0.52%
(00:00)
-0.31%
(00:00)
-0.28%
(00:00)
 
Devisenrechner
Währungen
Währung Change Aktuell
CHF -0.15% 1.1669
GBP 0.10% 0.8825
JPY -0.70% 132.4500
NOK 0.05% 9.7828
SEK 0.10% 9.9583
USD -0.33% 1.1806