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02.05.2017 10:19
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RHI/Magnesita: „Ein guter Deal für beide Seiten“

Interview mit Herbert Cordt - Vorsitzender des Aufsichtsrat der RHI

Herbert Cordt
© BE/Draper
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Diesen Freitag lädt RHI zur HV, bevor es zum geplanten Zusammenschluss mit Magnesita kommt - und die RHI-Aktie nach London zieht. Der Deal ist nicht gänzlich unumstritten, Fallstricke gibt es auf dem Weg auch noch. Wir fragten nach beim Aufsichtsrat-Vorsitzenden Herbert Cordt - auch ob es an der Börse überhaupt einen guten Deal für beide Seiten geben kann...

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LASKler
Kommt bald frischer Schwung in die RHI-Aktie?2017-03-16 14:24:48
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seit 2012-02-28


Der Wechsel an die Londoner Börse führt die RHI-Aktie näher an ihre Peer-Group heran. Ein Vergleich mit der in London notierten Vesuvius-Aktie zeigt, welches Potenzial sich eröffnen könnte.


Stefan Borgas ist ein Weltenbummler und eloquent dazu. Bei seinem gestrigen, ersten Auftritt vor der österreichischen Presse streut der gebürtige Deutsche, der einige Jahre seiner Kindheit in Frankreich verbracht hat, seiner neuen Heimat Wien Rosen („freue mich darauf die Stadt im Frühling näher kennenzulernen“). Erfrischend anders gestaltet sich auch die kurze Vorstellung seiner Person, zumal er seinen persönlichen Background nicht ausspart: Seit Freitag neu verheiratet, sechs Kinder - 52 Jahre jung - so das Resümee in Kurzform. Beruflicherseits wartet Borgas mit einer mittlerweile 26 Jahre währenden Laufbahn in der Produktionsindustrie auf. Von der BASF (USA, Deutschland und China) führte ihn sein Weg zur Schweizer Lonza Group, wo er von 2004 bis 2012 als CEO fungierte. Anschließend zog es ihn als CEO nach Tel Aviv zur Israel Chemicals Ltd., kurz ICL, mit einem Umsatz von rund 4,8 Milliarden Euro und einem Net Profit von nicht ganz 230 Mio. Euro der zweitgrößte Industriekonzern des Landes. Seit Dezember 2016 führt er nun als CEO die Geschäfte der RHI, deren Kernkompetenz (Feuerfest) er in launigen Worten - so habe ich es meinen Kindern erklärt - folgendermaßen umschreibt: Wir schützen Menschen und Umgebung vor jenen 1500 bis 2000 Grad Hitze, die es braucht, wenn Metalle verarbeitet werden. Um diese Kernkompetenz weiter auszubauen und angesichts der Billigkonkurrenz aus Fernost weiter zu festigen beschäftigt die RHI 160 Forscher allein in der Materialwirtschaft, erläutert Borgas weiter.

Die Präsentation der harten Fakten - sprich Zahlen - überlässt der neue CEO dann seiner Finanzchefin Barbara Potisk-Eibensteiner. Zahlen, die es durchaus in sich haben, zeigen sie - trotz eines gegenüber dem Vorjahr um 5,8% zurückgegangenen Umsatzes - bei EBITDA, EBIT und dem Überschuss einen deutlichen Aufschwung. Vor allem der Überschuss, der sich gegenüber 2015 mehr als vervierfacht hat, überraschte positiv und lag etwas oberhalb der Analystenerwartungen (siehe dazu Bericht im Börse Express von gestern.) Wenngleich der Umsatz hinter den Erwartungen zurückblieb, wie CFO Potisk-Eibensteiner unumwunden zugibt, sei das Ergebnis ein „solides“, wie es in der gestrigen Presseaussendung heißt. Positiv entwickelt hat sich vor allem die Division Stahl, die zwar einen leichten Umsatzrückgang (-2,8%) zu verzeichnen hatte, deren EBIT sich aber um 20,3% verbessert hat. Die EBIT-Marge in der Division, mit rund 65% des RHI-Gesamtumsatzes das wichtigste Pferd im Stall der RHI, verbesserte sich von 5,8 auf 7,1%.

Schwächer präsentierte sich hingegen die Division Industrial, deren operative Margen im Normalfall im zweistelligen Bereich landen. Der Bereich litt unter anderem unter fehlenden Neubauprojekten und einer rückläufigen Baukonjunktur in China im Geschäftsbereich Zement/Kalk.

Magnesita-Merger. Sei es wie es ist, der Merger mit der brasilianischen Magnesita soll den RHI-Konzern in neue Höhen katapulieren. Borgas: „Mit der Fusion der Nummer 1 oder 2 - je nach Lesart - mit Magnesita, der Nummer 3, versuchen wir einen echten Weltmarktführer aufzubauen.“ Dazu braucht es allerdings noch die Zustimmung der Wettbewerbsbehörden. Die amerikanische Federal Trade Commission hat den Zusammenschluss bereits genehmigt, „überraschend schnell“, wie der RHI-CEO ergänzt. Jetzt fehlen noch Brasilien und die EU-Kommission, bei der Letzteren erwartet man eine Entscheidung bis Juni bzw. Juli dieses Jahres. Bis November sollen dann die wichtigsten Schritte abgeschlossen sein, unter anderem der Wechsel der RHI Magnesita NV-Aktie in den Dritten Markt an der Wiener Börse.

Handelsplatz Nummer 1 wird dann die Londoner Börse sein, die Aktie steigt damit in die „Champions League der Börseplätze“ auf, „worauf wir stolz sein sollten“ wie Borgas hervorhebt. Von London erwartet man sich vor allem eine größere Liquidität und eine besseren Zugang zu den großen institutionellen Investoren. Einen weiteren Grund für den Wechsel an die Londoner Börse hebt Barbara Potisk-Eibensteiner im Gespräch mit dem Börse Express hervor: „London ist eine Börse mit zahlreichen Rohstofftiteln, dort notieren unsere Peers.“ - so unter anderem der britische Vesuvius-Konzern.

Günstiger als Vesuvius. Ein Hinweis bei dem - unbewusst - wohl ein wenig die Hoffnung mitschwingt, dass die RHI-Aktie dann stärker wahrgenommen und vielleicht auch direkt verglichen wird. Nun der Börse Express wagt das Experiment und vergleicht die drei Unternehmen (RHI, Magnesita und Vesuvius) und deren Aktien an Hand aktueller Kennziffern und Bewertungen. Tatsächlich zeigt sich, dass die RHI aktuell die niedrigste Nettoverschuldung, ausgedrückt in Net Debt zu EBITDA, aufweist. Potisk-Eibensteiner im BE-Gespräch: „Sowohl Magnesita als auch wir konnten unsere Nettofinanzverbindlichkeiten deutlich zurückfahren, deutlicher sogar als erwartet.“ Mit einer Masszahl von 1,8 (Net Debt/EBITDA) weist die RHI den niedrigsten Wert aus - dennoch notiert die Aktie gemessen an den KGV’s (siehe unten) deutlich unter der vergleichbaren Vesuvius-Aktie. Auch wenn die Nettoverschuldung der RHI durch die Fusion naturgemäss wieder steigen wird, sind die Voraussetzungen für einen zusätzlichen Schub durch die Notiz in London durchaus intakt - zumal die operativen Aussichten für 2017 positiver sind als zuletzt. Ein zusätzlicher Schub, der auch Wien erreichen könnte. Die RHI selbst will jedenfalls alles tun, um der Aktie auch im Dritten Markt Leben einzuhauchen - Verhandlungen mit einem Marketmaker für Wien laufen bereits. „Wir wollen unsere Streubesitzaktionäre, viele davon sind ja auch Mitarbeiter, nicht enttäuschen“, sagt die Finanzchefin. Zur Notiz im dritten Markt meint CEO Borgas: „Wir würden gerne zusammen mit kompetenten Leuten hier im Land versuchen, den dritten Markt etwas aufzuwerten, vielleicht auch mit Hilfe der Wiener Börse."



* Am Erscheinungstag des Artikels werden bei Artikelabruf die von der Wiener Börse übermittelten Kurse real-time angezeigt. Alle anderen Kursinformationsquellen auf www.boerse-express.com (Archiv-Artikel, Charts, Matrix, Kurslisten) weisen die übliche Verzögerung von rund 15 Minuten auf. Alle Kursangaben ohne Gewähr.
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