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24.02.2017 13:03
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„Gerade in einem Nullzinsumfeld stellen steigende Teuerungsraten eine besondere Gefahr dar“

Sie, die Emittenten und die Redaktion haben gewählt: Philipp Arnold, Head of Sales Western Europe, bei der RCB, gewinnt mit dem „Europa Inflations Bonus & Sicherheit“ die Wahl zum ‘Zertifikat des Monats’. Der Börse Express lud zum Interview.
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Börse Express: Das Thema Inflation hatten wir schon sehr lange nicht bei einer Nominierung zum Zertifikat des Monats. Ein Thema, mit dem sich Anleger künftig wieder mehr auseinandersetzen müssen?

PHILIPP ARNOLD: In den vergangenen Jahren war Inflation kein besonders präsentes Thema und das zu Recht, wie die fast nicht vorhandenen Teuerungsraten gezeigt haben. Seit einigen Monaten jedoch weist „Inflation“ bei der Frage nach den wichtigsten Anlagethemen in Kundengesprächen deutliche Zuwachsraten auf, wie neueste Umfragen unter Anlageberatern in Deutschland bestätigen. Nicht überraschend, denn gerade in einem Nullzinsumfeld stellen die aktuell steigenden Teuerungsraten eine besondere Gefahr dar. Es dürfte offensichtlich Bedarf nach einer Absicherung gegeben sein und diesen wollen wir mit unserer Neuemission Europa Inflations Bonus&Sicherheit-Zertifikat decken.

Börse Express: Prinzipiell trete ich damit als Anleger aber einen Gegenpol zur EZB als unser oberste Währungs- und Inflationshüterin auf. Im Jänner ist die Inflationsrate zwar in der Eurozone um 1,8 Prozent gestiegen, der der höchste Wert seit rund vier Jahren, für die EZB ist das aber ein nur vorübergehender Effekt wegen der hohen Energiepreise, die um 8,1 Prozent gestiegen sind. Wie ist denn der Inflationsausblick Ihres Instituts?

PHILIPP ARNOLD: Es ist richtig, dass der starke Anstieg der Energiepreise, insbesondere des Ölpreises, für den Ansprung der Inflation verantwortlich ist. Raiffeisen Research geht allerdings auch zukünftig von leichten Ölpreisanstiegen aus. In Kombination mit daraus resultierenden indirekten Effekten - z.B. auf Transport - und sogenannten Zweitrundeneffekten - Aufwärtstendenz bei Löhnen und Konsumgütern - sollte die Inflationsrate auch in den kommenden Jahren im Bereich bzw. knapp unter 2 Prozent relativ konstant bleiben. Ein Umfeld in dem das Inflations Bonus&Sicherheit-Zertifikat eine solide Rendite abwerfen würde.

Börse Express: Das Zertifikat bietet einen Fixkupon von 2,0 Prozent plus die Inflationsrate der Eurozone. Und nach der 5jährigen Laufzeit 100 Prozent der Nominale, solange der EuroStoxx50-Index in dieser Zeit um nicht mehr als 51 Prozent gefallen ist. Habe ich hierzu noch etwas zu sagen?

PHILIPP ARNOLD: Nein, die einfache Funktionsweise in Kombination mit einem intelligenten Absicherungsmechanismus zeichnet das Zertifikat, so wie die gesamte mittlerweile 50 Zertifikate umfassende Bonus&Sicherheit-Serie, aus. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass eine negative Inflationsrate den Fix-Kupon von 2% nicht verringern würde.

Börse Express: Im Vergleich zu herkömmlichen Anleihen - 5jährige österreichische Staatsanleihen bringen aktuell eine Minusrendite von 0,4 Prozent, 10jährige eine positive von knapp 0,6 Prozent erscheint allein bereits die Fixverzinsung mit 2,0 Prozent als viel. Da Chance und Risiko an der Börse Hand in Hand gehen - kann man das Risiko beziffern, dass der EuroStoxx in dieser Zeit die Barriere verletzt?

PHILIPP ARNOLD: Klar ist: Das Restrisiko des Barriere-Durchbruchs sowie das Emittentenrisiko werden dem Anleger durch den deutlich über Marktniveau liegenden Zinssatz abgegolten. Wir haben uns angesehen wie hoch der Sicherheitspuffer abhängig vom Einstiegsniveau des Euro STOXX 50 in der Vergangenheit sein hätte müssen, damit es zu keinem Barriere-Durchbruch gekommen wäre. Zusammengefasst: bis zu einem Startwert von weniger als 3.533 Index-Punkten - EuroStoxx 50 aktuell 3.329 Index-Punkte - hätte ein Sicherheitspuffer von 50% immer ausgereicht. Diese Rückrechnung geht bis 1990. Nichtsdestotrotz, ein Restrisiko bleibt bestehen und ermöglicht den erwähnten Mehrertrag.

Börse Express: Ich habe mich ein wenig bei ihren jüngeren Emissionen umgesehen. Ein halbwegs vergleichbares Produkt wäre glaube ich das Bonus-Zertifikat Europa Bonus & Sicherheit 15. Dort habe ich aktuell auch einen Abstand zur Barriere von etwas mehr als 50 Prozent - und ich bekomme eine Rendite von knapp 3,9 Prozent. Ist theoretisch klar, dass jeder Anleger, der künftig eine Inflation größer 1,9 Prozent erwartet Ihr Siegerzertifikat nehmen sollte, andernfalls das Bonus & Sicherheit? Welche Überlegung - außer einem sehr kleinen Laufzeitenunterschied - sollte ich hier noch anstellen?

PHILIPP ARNOLD: Rein auf die Rendite bezogen ist Ihre Annahme vollkommen richtig. Die Überlegung der meisten Anleger ist allerdings neben einer Kursabsicherung im Euro STOXX 50 von ca. 50% einen Schutz gegen eine steigende Inflation zu haben. Wie Sie in Ihrer Rechnung dargestellt haben reicht für eine solide Rendite schon das aktuelle Niveau von knapp 2 Prozent. Ein stark inflationäres Umfeld erwarten die wenigsten Experten und wäre auch keine wünschenswerte Situation.

Börse Express: Zumindest laut Lehrbuch gibt es eine positive Korrelation zwischen Inflation - solange diese nicht übermäßig ist - und steigenden Aktienkursen. Ist das eine Notwendigkeit für die Konstruktion eines Bonus-Zertifikats, das zwei Dinge kombiniert, die man auf die Schnelle vielleicht nicht in einem Kombinationsprodukt erwarten würde.

PHILIPP ARNOLD: Keine Notwendigkeit - aber es zeigt einmal mehr die Flexibilität und Einzigartigkeit mit denen spezielle Situationen/Ideen mit Zertifikaten einfach abdeckt werden können.

Börse Express: Für welchen Typ von Anleger ist dieses Zertifikat Ihrer Meinung nach geeignet?

PHILIPP ARNOLD: Aufgrund der defensiven Ausgestaltung ist das Zertifikat für ein breites Anlegerpublikum geeignet. Das bereits besprochene Restrisiko sollte jedoch unbedingt in Betracht gezogen werden, da der Anleger im ungünstigen Fall eins zu eins die Index-Entwicklung bis zum Laufzeitende ausbezahlt bekommt.

Börse Express: Werden Sie in nächster Zeit verstärkt Produkte anbieten, mit denen Anleger vor eventuellen Zinserhöhungen ziemlich geschützt sind, wie bei diesem Inflationsprodukt?

PHILIPP ARNOLD: Wir sehen eine hohe Nachfrage und auch medial ist das Thema sehr präsent. Für uns ist immer wichtig, dass das Auszahlungsprofil Sinn macht und eine hohe Wahrscheinlichkeit auf Ertrag für den Anleger besteht. Wir werden daher definitiv weiterhin auf die Bonus&Sicherheit-Serie setzen, wobei auch das Thema Inflation/Zinsen dabei sein kann. Ein reiner Schwerpunkt darauf ist allerdings nicht geplant.

Börse Express: Apropos Zinserhöhung: Wie reagiert ein emittiertes Bonus-Zertifikat auf sagen wir kräftige Zinserhöhungen? Wie bei einer Anleihe prinzipiell mit Kursverlusten da der Zinskupon im Vergleich unattraktiver wird - was dann bis Laufzeitende wieder aufgeholt wird, oder ist die Basiswert-Bewegung auch dann das einzig entscheidende?

PHILIPP ARNOLD: Es kommt darauf an wie sich der Inflationsindex (HVPI) im Zuge kräftiger Zinserhöhungen entwickelt. Ein stark steigendes Zinsumfeld wäre in der Regel die Folge einer deutlich steigenden Teuerungsrate. Kurz gesagt: die EZB wäre wahrscheinlich zum Handeln gezwungen, wenn die jährliche Inflationsrate deutlich aus dem Zielkorridor von 2 Prozent ausbricht, was für das Bonus-Zertifikat von Vorteil wäre, solange der Euro STOXX 50 nicht kräftig nachgibt. Sollte der - aus heutiger Sicht unwahrscheinliche - Fall eintreten, dass bei niedriger Inflation das Zinsniveau in der Eurozone kräftig ansteigt, dann wäre Ihre Annahme richtig und Anleger müssten während der Laufzeit mit Kursverlusten des Bonus-Zertifikats - ähnlich wie bei klassischen Anleihen - rechnen. Auf die Rückzahlung am Laufzeitende hat dies allerdings keinen Einfluss. 

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