www.be24.at www.foonds.com www.boerse-express.com/abo
User online: 92
pxp
main
sub
21.04.2005 09:24
Drucken  | Mailen  | Facebook issuu BE Post

Strasser wird VCP-Manager und hält auch 10 Prozent der VCP-Anteile

Im Oktober hatte VCP die BorsodChem zu 62,6 Prozent über die Budapester Börse in einem SPO verkauft und dafür 388 Mio. Euro Erlös erzielt
Alle Kursinformationen sind nach den Bestimmungen der jeweiligen Börse mindestens 15 Minuten oder mehr verzögert.
Posten Sie hier
Zur aktuellen Company-Umfrage und den Charts
Steigt oder fällt diese Aktie in den nächsten 5 Tagen?
 MEINUNG 0    TAGESTHEMEN     BLOGS 
 
Die Wiener Finanzgruppe VCP holt sich Ex-Innenminister Ernst Strasser als Manager für Energie-Investments in Osteuropa an Bord. Ab Juli wird Strasser, der der Politik im Dezember überraschend den Rücken gekehrt hatte, als geschäftsführender Gesellschafter an die Spitze der VCP Energy Holding GmbH treten und mit 10 Prozent an der Tochter der Vienna Capital Partners (VCP) beteiligt sein, wie die APA unter Berufung auf eine Pressekonferenz mit Strasser und VCP-Gründer Heinrich Pecina bekanntgibt.

Im Oktober hatte VCP die BorsodChem zu 62,6 Prozent über die Budapester Börse in einem Secondary Public Offering verkauft und dafür 388 Mio. Euro Erlös erzielt " konkret 443 Mio. Dollar, was damals 358 Mio. Euro entsprach. "Vor drei Jahren war die ganze BorsodChem 220 Mio. Dollar wert", hatte sich VCP-Gründer Heinrich Pecina damals gerühmt. Heute hält seine Gruppe noch rund 21 Prozent der Anteile, der Aktienkurs hat seit dem SPO rund ein Drittel zugelegt.

Auch für 2005 seien bei VCP die Weichen auf Wachstum gestellt, sagte der Chef der Gruppe, Heinrich Pecina, am Mittwochabend: "Wir prüfen derzeit eine Vielzahl interessanter Projekte in den Ländern Zentral- und Osteuropas und verfügen über eine prall gefüllte Projektpipeline." Näher äussern wolle man sich jedoch nur zu bereits abgewickelten Deals. Mit einer neuen 100-Mio.-Euro-Finanzierungslinie der HSBC, die VCP jederzeit ziehen kann, ist man nun für kommende Investments noch flexibler. BorsodChem könnte in Rumänien oder Polen zukaufen, sagte Pecina am Mittwochabend und schloss selbst einen Einstieg der Ungarn in Russland nicht aus. Mit einer Jahreskapazität von 360.000 t PVC an einem Standort sei BorsodChem schon heute der grösste Player der Region und die Nummer zwei in Europa, geplant sei mittelfristig der Ausbau auf 400.000 t.

Zu weiteren VCP-Beteiligungen zählen derzeit etwa im Medienbereich die grösste serbische Tageszeitung "Blic" (25 Prozent; den Rest hält die Schweizer Ringier-Gruppe) und das kroatische Magazin "Nacional - TV extra", ferner das von steigenden Ölfrachtkosten profitierende kroatische Schifffahrtsunternehmen Tankerska Plovidba, der polnische Versorger Polski Gaz oder das zweitwichtigste ungarische Chemieunternehmen, die auf Petrochemie spezialisierte TVK. 31 Prozent an der TVK hält die VCP, die Mehrheit gehört der ungarischen MOL. Die frühere 2,9-prozentige Beteiligung an der MOL hat VCP laut Pecina bereits im 1. Halbjahr 2004 mit kräftigem Gewinn abgestossen.
 
(cp)
Mehr zum Thema






 



IPO-Index